Ich wollte, nachdem ich es schon öfters gesehen hatte Gong Fu ausprobieren.
Bei dieser Chinesischen Brauvariante werden meist etwas größere Mengen an losem Tee mit wenig Wasser( ca. 100ml) für nur sehr kurze Zeit( 15-30s) gebraut. Dabei hat man mehrere Braugänge hintereinander, wobei sich der Geschmack mit jedem etwas ändert, da andere Aromen freigesetzt werden.
Traditionell verwendet man ein chinesisches Teegeschirr, was ich allerdings nicht besitze. Dementsprechend habe ich etwas improvisiert. So habe ich als Braugefäß eine kleine Teetasse verwendet und die losen Blätter beim ausschenken mit einem Salatlöffel zurückgehalten.
Das ganze Experiment hat überraschend gut funtioniert. Als Tee hatte ich einen Keemun Anhui, ein Schwarztee aus China. Der erste durchgang war geschmacklich nicht ganz so gut und ziemlich bitter, ich weiß nun wieso viele in nur zum Waschen der Blätter verwenden. Die danach hingegen waren alle ziemlich gut. Man hat gemerkt wie sich der Geschmack und die Aromen mit jedem mal leicht geandert haben. Im gesamten habe ich ca. 10 Durchgänge hinbekommen, wobei die letzteren merkbar schwächer waren.
Was man sagen muss ist das der Tee für Gong Fu nicht zu klein sein sollte. Der von mir war wahrscheinlich eher an der unteren Grenze, ich schätze wenn ganze Blätter verwendet werden geht es etwas einfacher.
Ich kann also sagen das man keine Angst vor Gong Fu haben muss und nicht zwingend spezielles Equipment benötigt. Es ist definitiv etwas das ich wiederholen werde, dann eventuell mit einem Oolong oder Grünem Tee.