Hey Growmies,
Da ich mir am Anfang selbst viele Gedanken gemacht habe, ob das mit dem homegrowing überhaupt so klappt und man damit wirklich eine gute qualität als anfänger erzielen kann, wollte ich mal einen Erfahrungsbericht schreiben.
Nachdem mein erster Outdoor grow Versuch 2024 von budrot befallen wurde und ich ca 50% der ernte verwerfen musste, war mir schnell klar, dass ich mit meinem vorherrschenden Klima eher glücksspiel betreibe als mit einer sicheren, guten ernte die Saison zu beenden.
Also kam 2025 ein Zelt ins Haus weil es ja nur besser werden konnte, richtig?
Anfangs alles auf die leichte Schulter genommen, cannabis ist ja quasi "Unkraut" und das wächst überall.. kein ph gemessen, nicht auf calmag im gießwasser geachtet, nicht aufs gießverhalten geachtet, thermo-hygrometer zwar am Start aber den lungroom unter Kontrolle zu bringen war herausfordernd. Die RLF Schwankungen brachten mich krasser zum schwitzen als mein morgendlicher klogang nach Peperoni Pizza, bis ich begriffen habe, wodurch diese entsteht; Blattmasse, frisch gegossen, Sommer/Winter, Waschmaschine/Trockner in betrieb usw.
Der erste indoorgrow sah beschissen aus. Jetzt im Nachhinein kann ich klar sagen, ph lockout durch beschissenes calmag Verhältnis, falsches gießen und mangelnde Erfahrung waren schuld. Es war definitiv nicht das beste gras was ich je geraucht habe. Und trotzdem: es hat mich trotz meiner Toleranz angeturned.
Aufstehen, Krone richten und weiter machen war angesagt. Der 2. Indoor grow lief dann deutlich besser. Den Lungroom konnte ich dank eines alten Luftentfeuchters gut unter Kontrolle bringen, ich habe mir ein ph messgerät besorgt (20 € online), mir die Wassertwerte meines Wasserbetreibers besorgt und das calmag verhältnis angepasst und mich allgemein mehr in das Thema eingelesen. Zugegeben, ich wollte das anfangs gar nicht. Ich war bereits davon genervt mir den ganzen dünger jedes Mal Abmischen zu müssen und ich wollte wirklich keine Wissenschaft draus machen. Aber je mehr ich mich belas, und je mehr ich davon erfolgreich an meinen Pflanzen anwenden konnte, desto mehr hat es mich in den Bann gezogen. Ich war hooked. Der Run lief richtig gut aber geschmacklich überzeugten mich die Blüten noch nicht. Hatte ich etwas falsch gemacht? Ich hatte die Pflanzen mit bio bizz line gedüngt und anschließend in den dryfermbags getrocknet.
Es gibt ja noch viel broscience auf dem Gebiet und ich fing wieder zu lesen an. "Bio bizz top max wirkt sich auf den Geschmack der blüten aus, ich lasse die ****** grundsätzlich weg", "dryfermbags wirken sich ***** auf den Geschmack der blüten aus" waren einige der Aussagen die mir begegneten. Also den nächsten Run gestartet.
Dünger diesmal Green Power 5in1, ging auch alles wieder gut bis auf calmag Probleme. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch nicht die Erfahrung um das Problem erkennen zu können, kam dennoch Grade so über die Ziellinie gestolpert.
Da ich mittlerweile 2 stabile grows hinbekommen habe und im Höhenflug war. Entschloss ich mich in meinem jugendlichen Leichtsinn (bin fast 40) ein Experiment zu starten. 24 Std Beleuchtung für automatics. Ich habe diesmal mit greenhouse feeding bio line gedüngt und der grow lief kacke. Ich weiß, ich weiß... Wie kann man nur mit 24 Std beleuchten? War ne dumme Idee, aber ich wollte es mal testen. Die Blüten waren durchaus rauchbar und haben geschallert, aber im Vergleich zur Stromrechnung hat sich der ganze Aufwand nicht gelohnt. Ich hab das nur ausprobiert, damit ihr es nicht müsst!
- Grow. Zwei Wedding cake Auto, eine Apple fritter Auto von rqs. Apple fritter Auto hatt ich bereits in der letzten Outdoor Saison mit greenhouse feeding im Garten stehen und die waren von den terpenen halt wie Apfelringe. Im Geruch sowie im Geschmack. Also, diesmal mit biobizz Line ins Zelt gehauen. Die beiden wedding cakes habe ich mit greenhouse feeding gedüngt um zu sehen wie sie im Vergleich zu biobizz Performen. Ist nicht aussagekräftig, ich weiß, aber evtl gibt es ja doch den ein oder anderen Anhaltspunkt.
Die greenhouse feeding erde wurde mit Bittersalz angereichert sowie ph angepasst.
Bei biobizz habe ich nur Bittersalz hinzugefügt.
Eine Wedding Cake ist gleich nach 14 Tagen gestuntet. Blieb bis zu ihrem Ende bei 10 cm Höhe. Hm... Hoffentlich kein schlechtes Omen.
Die Apple fritter habe ich aus reiner Dummheit etwas zu sehr gebogen und ist dann nach ca 15 Tagen bereits in die blüte gegangen. Hat am Ende aber ordentlich dicke buds mit kurzen internodienabständen bei einer höhe von 30 cm erzeugt. Von Geruch sowie von Geschmack war ich allerdings wieder enttäuscht. Habe eine hälfte Lufttrocknen lassen und die andere wieder in dryfermbags wegen Vergleich und so. Beide Methoden führten nicht dazu, dass der Geschmack sich anders verhielt. Die Blüten haben einfach nicht geschmeckt und da ich den outdoor grow als Vergleich hatte, fing ich langsam an, an die Theorie mit dem biobizz top max zu glauben. Aber erstmal abwarten was die wedding cake noch sagt.
Knappe 5 Wochen später, die Apple fritter war trotz des schlechten Geschmacks schon aufgeraucht (curen hätte bei dem schlechten Grundgeschmack auch nichts mehr gebracht), wurde nun die Wedding cake endlich geerntet. Ich war geduldig mit ihr, geduldiger als ich es je bei einer anderen Pflanze war.
Und sie hat mich belohnt. Der Geruch ist gassy, so beißend in der Nase, dass man erstmal das Gesicht verzieht ehe einem klar wird wie Gras zu riechen hat. Im Geschmack ohne curing erinnert sie schon an Hochzeitstorte und der Rauch ist abartig smooth. Die erste Pflanze bei der ich die triebe stützen musste damit sie nicht auf dem Boden hängen. Colas mit Unterarm Länge. Buds mit bud statt Blatt und ein Ergebnis von 1,33 gr/W.
Ich hatte es geschafft. Ich habe calmag Probleme erkannt und erfolgreich behandelt, ich habe die Temperatur sowie RLF kontrollieren können, Ich habe ein monster gezogen und ein für mich perfektes Endergebnis erschaffen. Ich musste zum ersten Mal Überschuss in der Tonne vernichten weil es zu viel wurde. Ich bin Stolz.
Verliert nie den Mut, probiert euch aus und sammelt Erfahrung. Viel Spaß!